JF Neubeginn 2000 - Ortsfeuerwehr Hassel

Feuerwehr Hassel
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JF Neubeginn 2000

Jugendfeuerwehr
Wiederbelebung nach elf Jahren

Jugend hat wieder eine Feuerwehr

Hassel. Die Idee der Ortsfeuerwehr Hassel, nach über zehn Jahren Ruhepause wieder eine Jugendfeuerwehr ins leben zu rufen, fiel offensichtlich auf fruchtbaren Boden. Von den 22 Jugendlichen, die in Hassel leben, treffen sich jetzt bis zu 16 jeden Donnerstagabend, um sich mit Brandschutz, Gerätewartung oder Löschtechniken zu beschäftigen.

“Wir hatten in Hassel keinen Nachwuchs”, erklärt Ortsbrandmeister Helmut Ebel, warum die Jugendfeuerwehr 1990 aufgelöst worden war. Jetzt seien wieder so viel junge Hasseler in dem Alter, in dem sie ein solches Angebot nutzen können. Und die sind durchaus begeistert bei der Sache.

“Das ist sehr wichtig”, ist der 13jährige Klaus Schröter von der Feuerwehr überzeugt. Er hatte gerade in Sülze angefangen, sich bei der dortigen Jugendfeuerwehr mit Brandschutz und Brandbekämpfung zu beschäftigen, als in Hassel die Gruppe eröffnet wurde.
Für der 14jährigen Daniel Thielmann steht dagegen das Zusammensein mit seinen Freunden und anderen Jugendlichen im Vordergrund. Die Theorie findet er “manchmal ein bißchen zum Gähnen”.

Davon lassen sich die beiden Gruppenleiter, Mario Hemme und Monika Heins nicht abschrecken. Sie haben die Aufgabe übernommen, weil sie von der Bedeutung der Nachwuchsarbeit überzeugt sind. Derzeit sind manche praktische Unterrichtseinheiten zwar noch nicht möglich, aber spätestens im Frühling, wenn alle die benötigte Schutzausrüstung haben, kann es richtig losgehen. Lediglich um den “Ernst der Brandbekämpfung” geht es allerdings auch dann nicht. Fußballturniere, Vogelkästen bauen oder Müllsammel-Aktionen gehören dazu.

Neubeginn im Jahre 2000

Auf  der  Jahreshauptversammlung  der  OF  am  27.  Januar  1995  teilte  OBM  Helmut Ebel mit, daß die Jugendfeuerwehr nach 5 Jahren ihres ruhenden Zustandes interessierten Jugendlichen sowie ihren Eltern wieder in Erinnerung gerufen werden sollte, denn  Jugendliche  gab  es  bereits  wieder  genug  in  Hassel.  Dazu  hatte am 21. Januar 1995 ein Info-Nachmittag stattgefunden. An dieser Veranstaltung nahmen drei Eltern mit ihren Kindern teil. Helmut Ebel erklärte seine Absicht, die anderen Eltern potentieller JF-Mitglieder noch einmal zu kontaktieren. Sollte es wegen zu geringer Beteiligung nicht zu einer Wiedergründung der JF kommen, bestünde die Möglichkeit für die Interessierten, in den Nachbar-Jugendfeuerwehren unterzukommen.

Noch schien es für ein Wiederbeleben der Jugendfeuerwehr zu früh gewesen zu sein, denn auf der JHV am 26. Januar des folgenden Jahres mußte Helmut Ebel zugeben, daß aus Mangel an Interesse keine neue Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen werden konnte. 3 Jugendliche aus Hassel waren indessen in die JF Sülze eingetreten. Im Herbst des Jahres 2000 war es dann wieder soweit. Seit der Außerdienststellung der JF war wieder eine ausreichende Anzahl von Kindern und Jugendlichen herangewachsen, die Interesse an der Arbeit in einer Jugendfeuerwehr zeigten. Einige von ihnen waren vorübergehend in der JF Sülze aktiv. Das waren Robert von Kleist (seit 1994),  Anna-Maria  von  Kleist  (seit  1996),  Johanna  Timme  (seit  1998)  und  Veronika von  Kleist  (seit  März  2000).  Des  weiteren  gehörten  zeitweilig  André  Lach  (01.07.91 bis 01.01.95) und Daniel Töne (1995 bis 01.11.06) der JF Sülze an, die aber nicht mehr in die JF Hassel eintraten. Es waren also wieder genügend Jugendliche da, um die JF Hassel neu zu beleben.

Vorangegangen war ein Informationsnachmittag am 30. September 2000 im Dorfgemeinschaftshaus  in  Hassel.  Dabei  waren  der  Ortsbrandmeister  Helmut  Ebel,  der stellv.  Ortsbrandmeister  Wilfried  Heins,  Mario  Hemme  als  angehender  Jugendfeuerwehrwart, Monika Heins als seine Stellvertreterin sowie 16 interessierte Jugendliche anwesend. Am Ende konnten alle anwesenden Jugendlichen für die Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr begeistert werden. Ein 17. Jugendlicher aus Offen ist dann später in die dortige Jugendfeuerwehr eingetreten.

Die Jugendfeuerwehr Hassel wurde dann auf der ersten Mitgliederversammlung  im Beisein des Ortsbrandmeisters Helmut Ebel am 14. Oktober ganz offiziell wieder neu aufgestellt.  Das  Amt  des  JF-Wartes  übernahm  wie  vorgesehen  Mario  Hemme  und das seiner Stellvertreterin Monika Heins. Zu den Neugründungsmitgliedern gehörten:  

Robert von Kleist             seit dem 16.06.94 in JF Sülze
Sebastian Lühmann
Anna-Maria von Kleist      seit dem 28.02.96 in JF Sülze
Daniel Thielmann
Fabian Timme
Clemens Lühmann
Simon Stanley
Friederike von Kleist
Klaus B. Schröter
Carsten Schäbitz
Johanna Timme            seit dem 28.12.98 in JF Sülze
Kai-Phillip Stanley
Marie-Isabell Klatt
Veronika von Kleist       seit dem 30.03.00 in JF Sülze
Diana Stolzmann
Robert Schäbitz

In den ersten Wochen ihres Bestehens mußten die Jugendlichen zunächst eingekleidet  werden  und  erste  fachpraktische  und  fachtheoretische  Ausbildungen  wurden durchgeführt.  Und  natürlich  wurde  eine  gemeinsame  Weihnachtsfeier  im  Dorfgemeinschaftshaus abgehalten. Die erste Jahreshauptversammlung fand am 2. Februar des kommenden Jahres statt. Dabei wurde auch wieder ein Jugendausschuß gewählt:

Gruppenführer:         Robert von Kleist
Schriftführerin:          Anna-Maria von Kleist

Das  Amt  des  Kassenwartes  übernahm  zunächst  der  Jugendwart  Mario Hemme. Jetzt besaß die Jugendfeuerwehr wieder eine offizielle Ausgestaltung.

Schon das erste Jahr wartete mit einigen besonderen Diensten auf, so fanden im Februar die Bundeswettbewerbe statt, es gab einen Dienst am Osterfeuer, den Besuch des Kreisfeuerwehrtages, die Abnahme der Leistungsspange sowie - neu eingeführt - einen  vorweihnachtlichen  Bazar.  Das  erste  Dienstjahr  wurde  mit  einem  Kegelnachmittag in Sülze beendet.


Die Jugendgruppe nach einer Baumpflanzaktion.
v.l.: Klaus Schröter, Monika Heins, Johanna Timme, Robert Schäbitz, Friederike v. Kleist, Diana Stolzmann, Anna-Maria v. Kleist, Sebastian Lühmann, Veronika v. Kleist, Clemens Lühmann, Marie-Isabell Klatt, Carsten Schäbitz, Mario Hemme

Dienstbesprechung mit dem Jugendfeuer-wehrwart Mario Hemme

Seit 2004 ist erneut ein deutlicher Mitgliederschwund zu verzeichnen, bedingt durch die abnehmende Kinderzahl im Dorf. Daher wurde im Jahre 2006 abermals eine Zusammenarbeit  mit  der  JF  Sülze  angestrebt.  Und  seit  Mitte  jenes  Jahres  führen  die Hasseler Jugendlichen mit den Sülzern wieder gemeinsame Dienstabende durch.

Die Hasseler Jugendfeuerwehr hat Höhen und Tiefen erlebt, wie es in jeder anderen Jugendorganisation auch der Fall ist. Aber es ist nicht zu verleugnen, daß zur Zeit ihr Fortbestehen mehr als in Frage steht.  Es kann nicht bestritten werden, daß sie für die Kinder und Jugendlichen in Hassel zu  einer  sinnvollen  Freizeitbeschäftigung  einen  wichtigen  Beitrag  geleistet  hat  und hoffentlich noch weiterhin leisten wird. Dieses sowohl in ihrem persönlichen, kameradschaftlich-freundschaftlichen  Verhältnis  untereinander  als  auch  für  ihren  Dienst an der Allgemeinheit.  Nicht zuletzt stellt sie auch eine wichtige Quelle für den Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr dar. Viele der heutigen Mitglieder in der aktiven Wehr entstammen der Schule der Jugendfeuerwehr. Denn ohne eine frühzeitige Erweckung des Interesses an der Arbeit in der Feuerwehr wäre es sicher noch schwerer, heutzutage genügend Nachfolger zu bekommen.                            [Oktober 2008]


Jugendfeuerwehr Hassel 2008

v.l.: Mario Hemme, Ingo Sander, Georg Lühmann, Mirco Sander, Sarah Stolzmann, Marianne Beckmann, Monika Heins.


Nachwort 2009:

Leider hatte sich die Mitgliederzahl bis Ende 2008 so ungünstig entwickelt, daß die Jugendfeuerwehr erneut ruhen muß, bis sich wieder ausreichend interessierte Kinder in Hassel zusammenfinden, um sie abermals aufstellen zu können.

Am  14.  März  bekam  Mario  Hemme  auf  dem Kreisjugendfeuerwehrtag in Oppershausen die Florian -Medaille   für   seine   außerordentliche Leistung  als  Jugendwart  der  FFw  Hassel  verliehen.  Sie  ist  die  höchste  Auszeichnung  der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr.


Mario Hemme mit dem Kreisjugendfeuerwehrwart Norbert Döhner bei der Medaillen- Verleihung


Am   20.   Juni  erhielt   Ingo   Sander   auf   dem Landesjugendfeuerwehrtag     in     Stadthagen ebenfalls  die  Florian-Medaille  für  sein  vorbildliches  Verhalten  bei  dem  schweren  Unfall von  Thomas  Timme  im  Jahr  zuvor,  als  Ingo geistesgegenwärtig   unverzügliche   Rettungsmaßnahmen einleitete.

Ingo Sander (links im Bild) bei der Verleihung der Florian- Medaille in Stadthagen

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