Pferdestall - Hassel

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Pferdestall

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Stall für 20 Pferde

Haller  hatte  sich seines Besitztums nicht lange erfreuen können. Er starb bereits am  25 August 1834 und wurde "auf dem Kirchhof zu Bergen" beerdigt. Neben  seine Witwe hinterließ er zwei Töchter im Alter von 6 und 3 Jahren. Im  Jahre 1839 heiratete Marie Dorothea Haller in zweiter Ehe den Johann  Friedrich Christian Schulze aus Sülze, welcher Grünewald zunächst bis  1857 interimistisch verwaltete und bis 1868 pachtete. Schulze ließ im  Sommer 1842 auf diesem Grundstück einen zweiten Pferdestall für  20 Pferde bauen; gewiß ein Zeichen, daß das Gaststättengeschäft  florierte.

allein-  Schwierigkeiten ergaben sich in den auf die Eltern zukommenden  Erzieungsfragen hinsichtlich der beiden Haller-Töchter. Noch im Jahre  1847 war weder den Eltern noch dem Vormund der Kinder, Christoph Harling  in Sülze, bekannt zu welcher Gemeinde der Ort Grünewald gehört, weil  bald die Kinder nach Haßel, Sülze und Offen beliebig zur Schule  gegangen sind. So wird die jüngere Tochter Marie Louise Wilhelmine, auf  Martini 1847 schließlich zur Erlernung des Haushalts und der  Gastwirtschaft zunächst zu Gastwirt Martens nach Bergen Dumme gegeben,  und im März 1849 zum Gastwirt Wünning in Sülze. Bei dieser Gelegenheit  lernte sie den Sülze Vorsteher Schmiedemeister Heinrich Schulze kennen,  der sie im Jahre 1852 zu Traualtar führte.

Die   Ehe der Mutter mit  Johann Friedrich Christian Schulze ist bis 1857 eine  einträgliche und glückliche. Als jedoch in diesem Jahr auch die älteste  Tochter, Dorothea Luoise Friederike, außer Haus geht, um den Vollhöfner  und Gemeindevorsteher Hans Heinrich Christian Timme aus Hassel zu  Heiraten, ändert sich das Bild rapide und kehrt schließlich ins  Gegenteil um. Ende 1865 sieht sich die Frau schließlich genötigt,  Grünewald zu verlassen und im Haus ihres Schwiegersohns in Hassel  einstweilen  ein Unterkommen zu suchen. Am 23 Oktober 1868 endlich wird die Ehe  geschieden. Aus diesem und den vorerwähnten Gründen ist in den letzten  beiden Jahren der Zigarrettenfabrikant August Wille aus Ahlfeld/Leine  als Nebenpächter in Grünewald zuständig.

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