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Begriff

Beschreibung

T

Tab

Von Bogenschützen benutzter lederner Fingerschutz, der die Fingerglieder beim Auslassen der Sehne schützt.

Taper-Barrel

Lauf der sich vom Rahmen bis zur Mündung verjüngt.

Teilkerngeschoss

Stahlmantelgeschoss mit Bleispitze und zusammengesetztem Kern.

Teilmantelgeschoss (TM)

Projektil mit über den Geschoßmantel reichender Bleispitze.

Teilermaschine

Vorrichtung zur Bestimmung der Entfernung zwischen Schussloch und Scheibenmittelpunkt. Die jeweils auf die Scheibe abgestimmte Teilermaschine ermöglicht durch die genaue Auswertung eine Platzierung der Schützen bei gleicher Ringzahl.

Terzbügel

Auch Neben- und Seitenbügel genannt. Verbindungssteg zwischen Griffbügel und Parierstange an der Gefäßaußenseite eines Degens. Sitzt dieser Verbindungssteg an der Gefäßinnenseite, so wird er als Quartbügel bezeichnet.

Terzerol

Ein- oder mehrläufige Vorderladerpistole, Treiber-, Schreckschußpistole.

Tesching

Leichtes Gewehr für KK-Randfeuerpatronen.

TIG

Torpedo Ideal Geschoss (Brennecke)

Tomback

Kupferlegierung, hauptsächlich für Geschoßmäntel verwendet.

Torpedogeschoss

Geschoss mit konischem oder kegelfürmigen Heckteil.

Transfer Bar

Mit dem Abzug kombinierte Sicherheitsklinke im Revolverschloss, die den Impuls auf den im Rahmen liegenden Zündstift überträgt.

Treibspiegel- Geschoss

Projektil, das aus zwei Teilen besteht: dem Geschoss und der Ummantelung. Der Geschossdurchmesser ist wesentlich kleiner als das Kaliber, der Mantel hingegen hat genau Kaliberdurchmesser und sorgt dafür, dass das Geschoss sicher in den Zügen und Feldern geführt wird. Wegen des geringen Gewichts erreicht es eine hohe Mündungsgeschwindigkeit. Beim verlassen der Mündung bewirkt der Luftwiderstand, dass sich der Treibspiegel meist vom Projektil löst. Der Vorteil der vor allen beim Militär verwendeten Geschosse liegt in der hohen Geschwindigkeit und der hohen Durchschlagskraft.

Triggerstop

Begrenzug des Abzugzüngels nach hinten. Vernindert, das der Abzug nach dem Auslösen des Schusses weiter durchgezogen werden kann.

Triple-Lock

Dreipunkt-Trommelverriegelung bei Revolvern.

Triplexgeschoss

Dreifachgeschoss

Tromblon

Vorderladerwaffe mit trichterförmig erweiterter Mündung.

Trommelkran

Ausschwenkbares Revolverteil, auf dem die Walze sitzt.

Trommelrevolver

siehe Revolver

Tschinke

Leichte Radschloßbüchse

TUG

Torpedo Universal Geschoss

Tülle

Auch Dülle oder Dille genannt. Vom Mittelhochdeutschen Tülle = Rohr. Hohler Teil an Stangenwaffen-Klingen (beispielsweise an Saufedern) mit rundem oder rechteckigem Querschnitt, in den der Holzschaft eingeschoben wird. Als Tüllen werden auch die Aufsteckröhren an Bajonetten und bei Axtklingen der Bronzezeit, sogenannte Tüllenaxt, bezeichnet.

U

Überbohrter Lauf

Auf ein überkalibriertes Maß ausgetriebener Lauf

Übergangskegel, Übergangskonus

Der Teil des Laufes, der Patronenlager und den gezogenen Laufteil miteinander verbindet. Seine Länge wird von den jeweiligen Beschussämtern festgelegt. Bei jeder Waffe muss der Übergangskegel dam längsten Geschoss des Kalibers entsprechen. Das führt bei kurzen Geschossen zum Freiflug, der die Treffergenauigkeit erheblich beeinflusst.

Überlauf

Einstecklauf zum Verschießen kleinkalibriger Munition.

Umkehrsystem

Bei Fernrohren ohne Umkehrsystem erscheint das Bild seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend. Umkehrsysteme (mit Linsen oder Prismen) bewirken, dass es normal erscheint.

Underlug

Unter den Lauf montiertes Zusatzgewicht.

Uzi

Maschinenpistole, benannt nach dem israelischen Erfinder Uzil Gal.

V

V

(velocitas) -Geschwindugkeit, Vo Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses; V100 Geschw. nach 100m Flugweite; Vz Geschw. im Ziel.

Varmint-Kaliber

Amerikanische, kleinkalibrige Munitionssorten für die Jagd auf kleine Raubtiere und Nager (vom englischen "varmint" für Racker, Raubzeug), deren Geschosse die wertvollen Bälge - neben der Falle - am besten schonen. Als Varmint-Büchsen galten langrohrige Vorderlader etwa im Kaliber .32 und .36. Moderne Varmint-Kaliber entstanden oft aus Wildcats. Sie zeichnen sich durch hohe Anfangsgeschwindigkeiten und eine gestreckte Flugbahn aus, die einen gleichbleibenden Haltepunkt beim Schuss auf größere Entfernungen erlauben. Als gängige Varminter gelten die Kaliber .222 und .22-250 Remington.

Ventilierte Schiene

Teilweise freiliegende bzw. durchbrochene Visierschiene, die das Flimmern unterbinden soll.

Verbrennungsraum

Raum zwischen Geschoß- und Stoßboden des Verschlusses.

Verriegelungswarzen

Schlossteile von Kammerverschlüssen, die den zylinderförmigen Verschluss entweder unmittelbar vor dem Patronenlager in der Kammerhülse oder hinter dem Kammerstengel festlegen. Schließt man den Verschluss, indem man den Kammerstengel nach rechts unten drückt (Rechtssystem), drehen sich die Verriegelungswarzen in entsprechende Aussparungen der Kammerhülse oder des Verschlusskastens. Der Verschluss verriegelt, dichtet das System nach hinten ab und fangt Gasdruck und Rückstoß auf.

Versager

Patrone, die trotz voll funktionsfähiger Waffe nicht oder erst mit zeitlicher Verzögerung ("Nachbrenner") zündet. Mögliche Ursachen: Verdorbener (feuchter oder chemisch umgeschlagener) Zündsatz; zu starker Zündhütchenboden, der für besonders starke Schlagfedern ausgelegt ist; verstopfte Zündlöcher oder ungereinigte Zündglocken bei wiedergeladenen Patronen; zu kleiner oder gar kein Amboss auf dem Zündhütchen.

Verschluss

Der Verschluss schließt das Patronenlager nach hinten ab und dient als Gegenlager für die Patrone.

Verschlußabstand

Abstand zwischen Hülsenboden und Stoßboden.

Verschlußgehäuse- kasten

Nimmt die Teile des Verschliusses und des Schlosses auf.

Vierling

Jagdliche Kombinationswaffe mit zwei Schrot- und zwei Kugelläufen.

Visier

Hinterer Teil der Visierung

Visierung

Zieleinrichtung insgesammt, unterscheidet sich nach Verwendungszweck und Art der Waffe.

Viskosität

Die sogenannte Zähigkeit von Flüssigkeiten und Gasen, also die Reibungsspannungen, die bei der Verschiebung von Flüssigkeits- und Gasteilchen auftreten. Die Viskosität lässt sich mit Viskosimetern messen. Beim Kapilar-Viskosimeter strömen Flüssigkeiten durch ein Haarröhrchen. Die Zeit, die ein bestimmtes Volumen dazu braucht, kennzeichnen die Zähigkeit des Stoffes.

Volleder

Bei der Lederherstellung trennen die Kürschner dicke Häute in bis zu drei Schichten oder Spalte. Die enthaarte Oberhaut bezeichnen sie als Narbenspalt oder Volleder, die anderen nabenlosen Schichten als Mittel- und Fleischspalt.

Vollmantel-Geschoss

Geschosse, deren Bleikern von einem härteren Material umhüllt ist. Während in den USA schon seit Jahrzehnten Mäntel aus Kupferlegierung bevorzugt werden, dominierte in Europa lange Zeit der Stahlmantel. Heute hat sich vor allem der Tombakmantel durchgesetzt. Vollmantel-Geschosse sind vollkommen von einem härteren Material umhüllt, beim Teilmantel-Geschoss bleibt der Geschosskopf frei.

Vorderlader

Schußwaffe, deren Lauf von vorn geladen wird.

Vorderschaft

Der vor dem Verschlußstück einer Waffe liegender Schaftteil.

Vorweite

Schadensfall, der Durchmesser des Büchsenlaufes ist an der Mündung größer als beim übrigen Lauf.

W

Wadcutter

(WC, engl. "Blattschneider") Spezialgeschoss für Scheibenschießen.

Waldläufer

Jagdliche Kombinationswaffe mit zwei Schrot- und einem Kugellauf.

Weaver-Stance

Von dem amerikanischen Polizisten Jack Weaver eingeführte und erfolgreich praktizierte Schießhaltung (vom Englischen stance = Haltung, Stellung). Beim Weaver-Schuss wird eine Faustfeuerwaffe mit beiden Händen so gehalten, dass sie von der rechten Hand, die nach vorn drückt, und von der linken, die nach hinten zieht, regelrecht eingespannt wird. Es ist eine bewährte Schießhaltung sowohl für den gezielten Schuss auf mittlere und größere Entfernungen. Der Körper steht fast parallel zur Scheibe, die Beine sind beim schnellen Schuss leicht angewinkelt, wobei die Waffe in Augenhöhe gehalten wird. Beide Augen bleiben während des Zielens und der Schussabgabe geöffnet.

Wechselchoke

Auswechselbare Mundungsauf- und einsätze.

Wechsellauf

Meist mit einem anderen Kaliber versehener Lauf, so dass sich aus der Waffe zwei oder mehr Kaliber schießen lassen, auch als Wechselsystem mit Magazin.

Wender

Ältere Handfeuerwaffe mit drehbaren Laufbündeln, die nach einer Wendung nacheinander abgeschossen wurden.

Wheel

Runde Compoundrolle, welche die notwendige Auszugskraft am Ankerpunkt im Vergleich zu herkömmlichen Recurve-Bögen um etwa die Hälfte reduziert. Eignet sich besonders für das Scheibenschießen, weil der Pfeil gleichmäßig beschleunigt wird.

Wildcat

Aus unterschiedlichen handelsüblichen Geschossen und Hülsen zusammengesetzte Patronen.

Winterabzug

Vergrößerter Abzugsbügel, so daß man auch mit Handschuhen schießen kann. Für einige Gewehre gibt es abklappbare oder verlängerte Abzüge, die man sogar mit dicken Fausthandschuhen betätigen kann. Bereits im 19. Jahrhundert fertigten Norweger Winterabzüge für Perkussionsgewehre.

Würgebohrung

Choke-Bohrung

Y

Yard

Englisches Längenmaß. 1 yard = 3 feet = 91,44 cm. Umrechnugen

Z

Zentralfeuer

Zündung mit zentrischem Zündhütchen im Patronenlager.

Ziehstange

Auch als Zugstange bekanntes Werkzeug zum Einziehen der Züge in einen glatten Laufrohling. Zwei hakenförmige Schneiden bilden die Arbeitskanten einer bis zu mehreren Metern langen, dünnen Eisenstange. Je nach der beabsichtigten Drallänge sitzen die gehärteten, nur zentimeterlangen Messer in einem steilen oder flachen Winkel zur Zugrichtung. Moderne Läufe werden nicht mehr spangebend gezogen, sondern im sogenannten Kopfdrück- und Hämmerverfahren hergestellt.

Zielfernrohr (ZF)

Optisches Zielhilfsmittel.

Zimmerstutzen

Kleinkalibriges Scheibengewehr, dessen Kaliber der DSB auf maximal 4,65mm begrenzt. Als gebräuchliche Munition werden Randfeuerpatronen mit einer 4mm-Rundkugel verschossen. Die sogenannten rollierten Präzisionskugeln gibt es in den Größen von Nr. 7 (=4,30mm) bis Nr. 16 (=4,75mm), der Unterschied zwischen zwei Größen beträgt jeweils fünf Hundertstel Millimeter. Für den Wettkampf ist das Maximalgewicht der Zimmerstutzen auf 7,5kg begrenzt. Die Schießentfernung beträgt 15m. Die modernen Luftgewehr-Disziplinen haben in vielen Vereinen die Zimmerstutzen fast völlig verdrängt.

Zubringer

Drückt die Patrone durch Federdruck aus dem Magazin.

Zuschießender Verschluss

Masseverschluss, der mit der Vorwärtsbewegung die Patrone zuführt und automatisch zündet. Die Verschlussfeder schleudert beim Abziehen den ganzen Verschlussblock nach vorn. Sobald die Patrone voll in den Lauf eingeführt ist, wird sie vom - meist starr eingebauten - Zündstift gezündet. Durch den Rückstoß wird der Verschlussblock wieder nach hinten geworfen und drückt dabei die Verschlussfeder zusammen. Diese Verschlussart wird bei automatischen Waffen wie Maschinengewehren und -pistolen verwendet.

Zündglocke

Vertiefung im Patronenboden, die das Zündhütchen aufnimmt.

Zündhütchen

Napfartige Kapsel mit Zündsatz, der die Treibladung zündet.

Zündnadelgewehr

Hinterlader mit Kammerverschluss und nadelartigem Zündstift, bekannt sind das Dreyse und Chassepot.

Zug, Züge

Vertiefung in gezogenen Läufen. Zusammen mit den Feldern bewirken sie die Rotation des Geschosses.

Zugdurchmessser/Zugmaß

Der Abstand zweier gegenüberliegender Züge.

Zweibein

Fest angebrachte oder abnehmbare Stützvorrichtung an einer Waffe.

Zwischenmittel  Bild

Bestandteil einer Schrotpatrone zwischen Pulver- und Schrotladung, der die Energie der Treibgase möglichste ohne Gasverlust an die Schrotladung übertragen soll. Vorderladerschützen nehmen dazu unter anderem Werg und Papier, modernere Patronen besitzen als Zwischenmittel genau dem Laufkaliber angepasste Pfropfen aus weicher Pappe oder Filz.

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