A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z           zum Anfang

Begriff

Beschreibung

C

Cam

Elliptische Compoundrolle, die wie das "wheel" nach den Prinzip des Flaschenzuges arbeitet. Sie ermöglicht eine besonders hohe Beschleunigung des Pfeiles.

Center Fire (CF)

siehe Zentralfeuer

Champignon

pilzförmige Handstütze

Cassepot

Antonie Alphonse (1833-1905) Erfinder des in Frankreih 1866 eingeführten gleichnamigen Zündnadelgewehrs. Meilensteine der Waffengeschichte.

Checkering

Eingeschnittene Aufrauhung an Griffstücken für bessere Griffigkeit.

Choke

Mündungsverengung bei Flintenläufen, die den Streukreis einer Schrotgarbe verringert. "Full-Choke"=Verengung von 0,75 bis 1mm. Dreiviertelchoke: Verengung von 0,55 bis 0,875mm. Halbchoke Verengung von 0,38 bis 0,5mm. Vietelchoke Verengung von 0,25mm.

Cook off

Selbstzündung einer ins Patronenlager eingeführten Patrone, was bei heißgeschossenen automatischen Waffen ab und zu, dagegen bei solchen mit hülsenloser Munition häufig vorkommt.

Collimator

Gerät zum Justieren der Zieleinrichtung mit einem Mündungsdorn.

Colt

Samuel P. (1814-1862) einer der bedeutensten US-Waffenkonstrukteure, gilt als Erfinder des Revolvers. Die von Ihm gegründete Firma besteht bis heute. Colt steht auch als Synonym für Revolver.

Compensator (Comp)

Mündungsbremse

Cordite

In England entwickeltes Nitroglycerin-Treibmittel mit länglichen, schnurartigen Pulverpartikeln (vom englischen "cord" für Schnur). Die Briten laborierten von 1890 an bis in die 20er Jahre ihre Munition für Handwaffen mit Cordite.

Crimpen

Zusätzliche Befestigung eines gesetzten Geschosses im Hülsenhals, die man an der Bördelung der Hülsen-Außenseite erkennt. Wiederlader erhöhen damit das Auszugswiederstand des Geschosses und steigern so den Gasdruck der Treibladung.

Culot

1) Schüsselförmige Haube in Schrotpatronen, die oberhalb des Pfropfens die Schrotladung aufnimmt und abdichtet;

2) Metallnäpfchen im hinteren Ende von Expansionsgeschossen;

3) Besonders hergestellte Bodenkappe von Schrotpatronen.

Custom, Custom-Made

Englischsprachiger Begriff für Sonderanfertigung nach Kundenwünschen.

D

DA

engl. für Double Action (Spannabzug)

Dämmerungsvisier

siehe unter Leuchtvisierung

Dammast-Lauf

Lauf aus einer streifenartigen Schmiedeeisernen-Stahl-Verbindung.

Dauerfeuer

Feuerstoß aus einer vollautomatischen Selbstladewaffe.

Demiblock

Besonders konstruierte Laufverbindung bei Doppelflinten

Deer-Barrel-Lauf

Glatter, meist mit Gewehrvisier ausgestatteter Flintenlauf ohne Mündungsverengung (choke), der speziell für Flintenlaufgeschosse entwickelt wurde. Deer-Barrel-Läufe werden vor allem in Amerika sehr häufig benutzt, weil dort die Jagd auf Hirsche in einigen Bundesstaaten ausschließlich mit Flintenlaufgeschossen erlaubt ist. Darauf weist auch der Name hin, denn Deer-Barrel heißt zu deutsch "Hirsch-Lauf".

Deformations- geschoss

Spezialprojektil, das im Zielmedium aufpilzt.

Degen

Lange Seitenwaffen mit gerader Klinge, die sich nur für den Stoß und den Hieb eignet. Das Gefäß besitzt einen Handschutz, der je nach Herkunft und Verwendungszweck als geschlossener Korb oder verwundene Parierstange ausgeführt ist. Das Wort Degen taucht etwa um 1400 zum ersten Mal auf, um einen leichten Klingentyp von Schlachtschwert abzugrenzen. Später umfasste dieser Begriff Waffen mit gerader Klinge in den verschiedensten Ausführungen, vom leichten Rapier bis zum schweren Reiter-Pallasch, der mehr Hieb- als Stichwaffe war. In der Renaissance stieg der Degen zum Statussymbol des Adels auf. Er war aber eher Schmuckstück als Kampfgerät. Bis ins 20. Jahrhundert hinein konnte der Degen seine Stellung als Repräsentationswaffe beim Militär behaupten.

Delaborierung

Zerlegen einer Patrone in ihre Bestandteile, im Gegensatz zur Laborierung, dem Zusammenbauen einer Patrone.

Deringer, Derringer

Nach dem US-Büchsenmacher Henry Deringer (1786-1868) benannte Perkussions-Taschenpistole. Die Schreibweise mit "rr" steht für Nachbauten.

Deutscher Stecher

Abzugsart, die einen extrem geringen Abzugwiederstand ermöglicht. Hauptbestandteile sind die beiden Abzüge. Zum Spannen des Stechers zieht man das hintere Züngel bis zum Einrasten durch. Nach dem Abziehen des vorderen Züngels schnellt das unter Federdruck stehende hintere hoch, schlägt gegen die Abzugsstange und löst den Schuss aus.

Diabolo

Bleigeschoss für Lüftdruckwaffen in Spindelform.

Diopter

Lochvisier

Diesel-Effekt

Gelangt Öl in den Kolbenraum von Federdruck- und Kompressionsluftgewehren, wird es beim Vorschnellen des Kolbens zerstäubt und so hoch verdichtet, dass es sich wie der Treibstoff eines Dieselmotors von selbst entzündet. Das Geschoss wird dadurch zusätzlich beschleunigt. Die Mechanik von Luftgewehren hält diese Belastungen nicht aus; im schlimmsten Fall fliegt das Gewehr auseinander.

Direktabzug

Spezielle Abzugskonstruktion, ähnlich einem Stecher, bei Match-Luft- und KK-Gewehren. Die Auslösung erfolgt ohne spürbaren Weg: Bei Überschreiten eines bestimmten Widerstandes bricht der Schuss. Aus Sicherheitsgründen sind Direktabzüge mit leichtem Abzugsgewicht nicht zu empfehlen.

Doppelbüchse

Traditionelle Hoch- und Großwildwaffe mit zwei nebeneinander liegenden und miteinander fest verlöteten Kugelläufen.

Doppeln

Ungewolltes Abfeuern eines zweiten Schusses, oft verursacht durch abgenützte Rasten oder zu fein eingestellte Abzüge bei Selbstladern oder automatischen Waffen.

Doppelabzug

Doppelflintenabzug mit einem Züngel je Lauf.

Doppelbüchsdrilling

Kombinationswaffe mit zwei gezogenen und einem glatten Lauf.

Doppelbüchse

Jagdwaffe mit zwei nebeneinanderliegenden gezogenen Läufen.

Double-Action

Spannabzug; Schloßkonstruktion, bei der der Abzug zunächst das Schloß spannt, beim Revolver die Trommel weiterdreht und dann den Schuss auslöst 

Double-Action-Only (DAO)

DAO-Waffen, lassen sich nicht von Hand vorspannen.

Doublette

1) Zwei unmittelbar nacheinander abgefeuerte Schüsse aus einen Waffe.

2) Beim Wurftaubenschießen: zwei gleichzeitig geworfene Wurfscheiben (Tontauben)

Drall

Schraubenförmige Windung der Züge und Felder in gezogenen Läufen, die die flugbahnstabilisierende Drehbewegung des Geschosses um die eigene Achse (Rotation) bewirkt.

Drall-Länge

Ein Längenmaß, das sich aus einer vollen Umdrehung der Züge ergibt, oder anders gesagt, das Maß dar Lauflänge innerhalb der sich das Geschoss einmal um seine Längsachse dreht. Die Drall-Länge beträgt, bei den gebräuchlichsten Gewehrkalibern 200 bis 420mm. Bei einer angenommenen Lauflänge von 60cm und einer Drall-Länge von 24cm dreht sich das Geschoss Zweieinhalbmahl um die eigene Achse, bevor es den Lauf verlässt.

Drehblockverschluss

Verschlussart, die beim Öffnen eine leichte Drehbewegung um die eigene Achse ausführt.

Dreyse

Nikolaus (1787-1867) und Franz von (1822-1894, Sohn Nikolaus) deutscher Waffenkonstruteure. Ersterer erfand das nach ihm benannte Zündnadelgewehr, letzterer Repetier- und Jagdgewehre. Meilensteine der Waffengeschichte

Dreibasiges Nitropulver

Aus drei verschiedene Explosivstoffen bestehendes Gemisch, beispielsweise Nitrozellulose, Diglykoldinitrat und Nitroguanidin. Zweibasige Pulver enthalten nur Nitrozellulose und Nitroglycerin als Explosivstoffe. Einbasiges Pulver enthält als einzigen Grundstoff Nitrozellulose.

D-Mantel-Geschoss

Zerlegungsgeschoss mit Hohlspitze.

Das Geschoß besteht aus einem Bleikern und einer doppelten Hülle (D). Der  innere Mantel umhüllt den gesamten Kern, der äußere nur den hinteren Teil.  Nach dem Eindringen erfolgt sehr schnelle Deformation, bis sich das Geschoß ganz zerlegt. Meistens erfolgt deshalb kein Durchschuß.

Drilling

Jagdwaffe mit drei Läufen: Unter zwei nebeneinander liegenden Schrotläufen befindet sich ein Kugellauf. Damit eignet sich diese Waffe für fast alle Jagdarten. Für die Schonzeit kann der Drilling meist mit einem zusätzlichen herausnehmbaren Einstecklauf im Kaliber .22 Magnum ausgerüstet werden. Ein Bockdrilling ist eine Bockbüchsflinte mit zusätzlichem seitlichen Lauf mit kleinem Kaliber. Der Flintendrilling verfügt über drei Schrotläufe und ist eine sehr selten verlangte Spezialwaffe. Der sogenannte Waldläufer-Drilling auch "Schienendrilling" genannt, ist eine Doppelflinte mit oben in der Laufschiene liegendem KK-Lauf.

Druckpunkt, Direktabzug

Beim Abziehen zu überwindender Wiederstand (Druckpunkt) vor der Schussauslösung.

Dum-Dum- Geschosse

Die Bezeichnung "Dum-Dum-Geschoß" stammt von den Engländern, die derartige Geschosse zuerst hergestellt und in ihren Kolonialkriegen ingesetzt haben. Es handelt sich hier um militärische Vollmantelgeschosse, bei denen an der Spitze der Bleikern freigelegt worden ist. Beim Eindringen in den Körper deformieren diese Geschosse unter Abgabe zahlreicher Metallsplitter und verursachen dadurch schwerste Verletzungen. Der Einsatz solcher Geschosse zu Kriegszwecken ist völkerrechtswiedrig, konnte jedoch in beiden Weltkriegen wiederholt beobachtet werden.

Duplex

1) Besondere Form des Absehens;

2) Patrone mit Doppelgeschoss.

Dynamische Analyse

Beschäftigt sich mit der Innen- und Außenballistik, mit der Zielballistik sowie der Treffpunktlage der Geschosse.

 

nach oben  zum Anfang